„Früher war mehr Lametta!“ – ein berühmtes Zitat von Loriot. Irgendwie war Weihnachten früher weihnachtlicher, geheimnisvoller, entspannter? Als Kind war Weihnachten sicher für viele von uns eine Besonderheit im Jahr. Vergangene Zeiten. Wir können jedoch mental dort hin reisen. Gerüche und Geräusche sind das Transportmittel. Welche Gerüche und Geräusche gehören in die Zeit, die ich heute mal wieder erleben will? Was gab es da? Heute suche ich die alte Weihnachts-CD heraus, lege Orangen und Nelken auf den Ofen und stelle mir ein paar Kekse hin. Und sei es nur für 15 min, in denen ich die Musik höre, die Düfte riechen kann. Ich bin sofort, wie in einer Zeitmaschine zurück in meiner Kindheit, in der Vorweihnachtszeit, voller Zauber und Geheimnisse. Ich kann damit in genau die Zeit reisen, die ich möchte, die mir gut tut.Ich atme in Ruhe ein und aus und höre der Musik zu….
Warum entspannen manchmal so schwer ist
Einkaufen, kochen, die Kinder zum Sportunterricht fahren, Rasen mähen, Keller aufräumen und so weiter und so fort. Vieles steht täglich auf unserer To-do Liste. Irgendwo dazwischen ist der Vorsatz, sich im Alltag immer mal wieder zu entspannen oder auch etwas Yoga zu machen oder endlich mal wieder den besten Freund oder Freundin anzurufen. Auch – auf der Todo – Liste und ein weiterer Auftrag unter Vielen.
Dann, endlich! – Zeit gefunden – jetzt aber entspannen. Das ist jedoch als „Auftrag“ recht schwer, und ein Abschalten wird eher nicht erreicht.
Eher Gedanken wie:
„Mensch, jetzt entspann doch mal !“
„Jetzt genieße doch die Ruhe, wenn du sie schon hast!
Oder, der Kopf steht nicht still mit allen Aufträgen, was wir sonst noch alles zu tun haben oder zu erledigen wäre. Wir gehen mit uns selbst ins Gericht, dass wir nun nicht mal entspannen können.
Es ist so, wir müssen wieder lernen, das Tempo raus zu nehmen, achtsamer zu sein und ganz wichtig auch, uns selbst zu erlauben kleine Auszeiten zu nehmen oder kleine Entspannungseinheiten genießen zu dürfen.
Wir sollten uns selbst auf die Schliche kommen, welche Gedanken und Aufträge wir uns selbst geben, die uns sabotieren und vor allem welche Auswirkungen sie haben.
…Und während die Gedanken, die uns antreiben dann kommen, entspannen, wissend, dass wir es selbst sind, die uns erlauben zur Ruhe zu kommen, lächeln, durchatmen und diese Auswirkung genießen, dass Ruhe gelingt. Kleine Entspannungseinheiten im Alltag gehören auf keine To-do Liste, wir sollten sie uns einfach regelmäßig erlauben.
