Abenddämmerung – Unwichtiges loslassen

Die Tage vor Weihnachten sind oft so wirbelig. Jedes Jahr nehme ich mir vor, aber dieses Jahr, gehe ich es ruhiger an…und dann…plötzlich steht Weihanchten vor der Türe, aber die Ruhe hat sich irgendwie nicht eingestellt. Was vor Weihnachten noch alles erledigt und getan werden soll…? Manchmal kann einen die besinnliche Zeit um die Besinnung bringen. Kleine Auszeiten und besonders das Ausschalten von unwichtigen Dingen tun gut. Heute Abend, gehe ich in der Dämmerung, wenn der Tag sich verabschiedet, raus und horche auf die Geräusche, horche auf die Ruhe, gehe ein paar Schritte weg von Lärm und Licht, schaue den Wolken zu…wie ist das Wetter? Ist es windig? Gibt es Regen? Was begegnet mir oder fällt mir vor die Füße? Worüber stolpere ich? Kann ich die Sterne sehen? Was taucht für ein Impuls auf? Was für ein Symbol kann ich mit nach Hause nehmen? Eines, dass mich an mehr Ruhe und Frieden erinnert. Etwas, das ich an einen Ort geben kann, wo es mir immer wieder begegnet und mich daran erinnert, dass ich zur Ruhe kommen darf, Unwichtiges ausschalten darf. Dämmerungen sind besondere Zeiten, ich werde schauen, was mir begegnet.

Lichtvorstellung für die 4. Adventwoche


Wähle einen guten Platz, stelle dich dort hin und spüre,
wie mit jedem Atemzug mehr Ruhe in deinen Körper fließt
dein Körper ist leicht, warm
ganz stabil, elastisch,
angenehm gespannt
und während du wahrnimmst,
wie sich dein Körper immer mehr und mehr aufrichtet,
gleiten deine Augen über diese Zeilen
ganz von selbst
und deine Gedanken folgen den Worten
und gehen mit ihnen auf die Reise
ganz warm, ganz leicht
lenke nun deine Aufmerksamkeit nach innen
zu deinen Füßen
spüre den Boden unter deinen Füßen
und fühle, wie stark du mit der Erde verbunden bist
gehe mit deiner Aufmerksamkeit nun etwas weiter nach oben
und nimm wahr, dass du ein langes grünes Kleid trägst
du kannst die Geborgenheit spüren,
die von diesem dunklen Grün in deinen Körper strömt
und du atmest tief den heilenden Duft der Tannennadeln in deine Lungen
Jetzt wird deine Aufmerksamkeit plötzlich auf eine Wärmeströmung gelenkt,
die offenbar an der Außenseite des dunkelgrünen Kleides ihre Quelle hat
du näherst dich der Quelle von innen
und kannst einen hellen Schein um diese Wärmequelle sehen
du schaust dich um
und kannst wahrnehmen,
dass überall an diesem Kleid solche Licht- und Wärmequellen begonnen haben
warmes, helles Licht in deinen Körper zu leiten
nun begibst du dich mit deiner Aufmerksamkeit nach außen
du kannst sehen, dass all diese Lichtquellen Flammen sind,
die unendlich viele rote Weihnachtskerzen erleuchten
alle Bereiche deines Körpers sind dadurch hell und licht
du glitzerst und funkelst
und strahlst tiefe Lebensfreude aus
dein Antlitz leuchtet und erhellt die Welt
wie ein wunderschöner Stern
spüre, wie gut dir dieses Kleid tut,
wie es dir Sicherheit und Mut,
Wärme und Ausstrahlung gibt
lege es an, wann immer du willst
nimm einen guten, kraftvollen Atemzug
und öffne deine Augen

„Mentalcollege“

Der Moment

„Die Vergangenheit ist Geschichte, die Zukunft ein Geheimnis, doch jeder Augenblick ist ein Geschenk“ (Unbekannt)
Unsere Gedanken galoppieren oft täglich durch die Gegend. Was alles zu erledigen ist, wohin wir noch sollten, was wir noch planen müssen usw. Oft, besonders in der Vorweihnachtszeit und dieses Jahr noch mit Corona, erleben wir ein Gefühl des Gehetzt seins, der Unruhe oder Aufregung. Heute will ich Zeit finden, in der ich im Moment lebe, versuche meine Gedanken zu ordnen. Was ist jetzt gerade, nur in diesem Moment? Wie fühlt sich der Boden an, auf dem ich stehe, wie fühlt sich mein Stuhl oder Sessel an? Wie warm ist es? Wie riecht die Luft? Innehalten…Was kann ich nur jetzt in diesem Moment wahr nehmen? Atmen – bewusst…nur in diesem Moment. Und ich lasse mich überraschen, denn vielleicht stellt sich in diesem Moment sogar ein Gefühl der Dankbarkeit ein, der Ruhe. Nur in diesem Moment.